„Die Strahlenexpertin“
Den Auftakt meines „Alternative-Meinungen-einholen-Marathon“ beginne ich bei einer Strahlentherapie-Expertin.
Ich frage sie ganz naiv, ob eine Bestrahlung in meinem Fall notwendig ist. „Natürlich“, sagt sie.
Ihr Telefon läutet und sie hebt ab, danach erklärt sie mir, dass das die Mutter einer ehemaligen Patientin von ihr war. Sie war um einiges jünger als ich, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Trotz vollem „Therapieprogramm“ ist der Krebs innerhalb eines Jahres zurückgekehrt und sie hat es nicht geschafft.
Puhhh, genau das will man hören und wieder spüre ich das Damoklesschwert über meinem Kopf.
In diesem Raum hängt die Tragik ganz schön tief. Was die Ärztin wohl schon alles gesehen und erlebt hat?! Egal, ich muss es von mir weghalten.
Ich lasse nicht locker und frage weiter.
„Und im Falle einer Brustamputation, würde dann ebenfalls bestrahlt werden?“
„Ja, trotzdem bestrahlen.“
„Aha. Und wenn ich alles vom Kopf abwärts amputieren lasse?“
„Trotzdem… bestrahlen, bestrahlen, bestrahlen….“
“ Ooookay….“
Wären wir noch 5 Minuten länger geblieben, hätte sie meine Handtasche und meinen Mann sicherheitshalber auch gleich mitbestrahlt.
(𝘈𝘭𝘭𝘨𝘦𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘏𝘪𝘯𝘸𝘦𝘪𝘴: 𝘐𝘤𝘩 𝘣𝘪𝘯 𝘮𝘪𝘳 𝘥𝘦𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘣𝘦𝘸𝘶𝘴𝘴𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘫𝘦𝘥𝘦 𝘛𝘩𝘦𝘳𝘢𝘱𝘪𝘦 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘉𝘦𝘳𝘦𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨𝘶𝘯𝘨 𝘩𝘢𝘵. 𝘜𝘯𝘥 𝘢𝘶𝘤𝘩, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘉𝘦𝘵𝘦𝘪𝘭𝘪𝘨𝘵𝘦𝘯 – Ä𝘳𝘻𝘵𝘦, 𝘸𝘪𝘦 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘗𝘢𝘵𝘪𝘦𝘯𝘦𝘯 – 𝘯𝘢𝘤𝘩 𝘣𝘦𝘴𝘵𝘦𝘮 𝘞𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘎𝘦𝘸𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘯𝘥𝘦𝘭𝘯. 𝘔𝘢𝘯𝘤𝘩𝘦 𝘚𝘪𝘵𝘶𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯𝘦𝘯 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘧ü𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘰 𝘻𝘦𝘳𝘮ü𝘳𝘣𝘦𝘯𝘥, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘌𝘳𝘭𝘦𝘣𝘯𝘪𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘮𝘪𝘵 𝘏𝘶𝘮𝘰𝘳 𝘦𝘯𝘵𝘨𝘦𝘨𝘦𝘯𝘵𝘳𝘦𝘵𝘦𝘯 𝘮ö𝘤𝘩𝘵𝘦. )