„D-Day. Diagnose Tag“

Wie vereinbart ruft mich der Oberarzt um 9:00 Uhr morgens an, eigentlich war es genau 9:07 Uhr.

„Ja, guten Morgen, Dr. *** hier, tut mir leid, dass wir dieses Gespräch aufgrund der Corona Situation per Telefon führen müssen. Ich muss Ihnen mitteilen, dass es wirklich ein Mammakarzinom ist, nächste Woche besprechen wir die genauen Therapiemaßnahmen.“

Wie jetzt? Ich versteh nicht.

Zuerst ist es „wahrscheinlich gar nichts, höchstens eine Vorstufe“ und jetzt ein bösartiger Tumor?
Ich bin versteinert, mein Mann steht in der Tür – seine Miene erschütternd – alle sprachlos.

Screenshot Diagnose-Anruf 09:07 Uhr


Haben Sie das verstanden? Sie wirken so gefasst?“


…pfff, keine Ahnung. Ich denke an meine zwei kleinen Kinder, die nebenan spielen, an meinen Mann, das Haus, das wir gerade erst bezogen haben und an meine Eltern , die sich ohnenhin immer über alles Sorgen machen.


Ich bringe nur ein „das kann man doch behandeln, alles wird wieder gut?“ heraus.
Der Arzt lässt sich auf keine Antwort ein.
„Also dann bis nächste Woche, alles Gute bis dahin, wiederhören.“
„…ja, wiederhören“
. Schock.

Ich muss mich mal setzen, ach so nein, ich sitz ja schon, dann geh ich zumindest eine rauchen… pfff, unfassbar… mein Mann steht immer noch im Türrahmen. Mir fällt nur eines dazu ein…

…scheiße, scheiße, scheiße….